Artikel

Auf dem Weg zu einem Text der „Medulla Grammatik“: Verfahren und Perspektiven bei der Herausgabe eines Glossars aus dem 15. Jahrhundert

Auf dem Weg zu einem Text der „Medulla Grammatik“: Verfahren und Perspektiven bei der Herausgabe eines Glossars aus dem 15. Jahrhundert

Auf dem Weg zu einem Text der „Medulla Grammatik“: Verfahren und Perspektiven bei der Herausgabe eines Glossars aus dem 15. Jahrhundert

Von Vincent P McCarren

CCH Working PapersVol. 4 (1994)

Abstract: Die Tradition der Medulla Grammatik umfasst neunzehn bekannte Manuskripte und vier Fragmente. Alle befinden sich in England und stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zu den frühen 1400er Jahren gehören Lincoln ms. 88, Shrewsbury XVI und Stonyhurst ms. XV (A.1.10). Der Rest ist Mitte bis Ende des Jahrhunderts datiert. Die Medulla-Grammatik gilt als das früheste und vollständigste lateinisch-mittelenglische Wörterbuch. Die gesamte Tradition umfasst rund eine halbe Million Einträge. Bisher wurde jedoch nichts davon in bearbeiteter Form veröffentlicht. Der 1993 erschienene Band von Traditio enthält die erste veröffentlichte Ausgabe eines Teils der Tradition, die Bristol University ms. DM 1. In diesem Glossar sind die Einträge in Latein mit Glossaren oder Interpretationen in Mittelenglisch. Anfangs bildete es eine Sammlung von Wörtern und Phrasen, die praktisch jeden Aspekt des theoretischen und praktischen Lebens widerspiegeln, da seine Substanz von supralinealen und marginalen Beilagen abgeleitet ist, die in Kopien jeder denkbaren Art der literarischen Übertragung angefertigt wurden. Bei der Transkription und Zusammenstellung der wichtigsten Manuskripte der Medulla gab es drei wiederkehrende Punkte von Interesse. Erstens die Entdeckung bisher unbestätigter mittelenglischer Wörter, die die philologischen Dimensionen dieser Zeit erweitern. Zweitens erscheinen regelmäßig neue lateinische Wörter (und Griechisch) und neuartige Wortsinne, die wiederum die Parameter dieser Sprachen erweitern. Schließlich treten häufig einzigartige Schreibvarianten auf, die zum großen Teil auf rezitatives Kopieren und auditorisches Gedächtnis zurückzuführen sind und zusätzliche sprachliche und phonologische Beweise sowohl in Latein als auch in Mittelenglisch liefern, um die Richtung der mittelalterlichen Lexikographie maßgeblich zu beeinflussen.


Schau das Video: Herbert Grönemeyer - Der (August 2021).