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Unvollkommene Helden und der Trost von Boethius: Die doppelte Bedeutung des Leidens in Chaucers Rittergeschichte

Unvollkommene Helden und der Trost von Boethius: Die doppelte Bedeutung des Leidens in Chaucers Rittergeschichte

Unvollkommene Helden und der Trost von Boethius: Die doppelte Bedeutung des Leidens in Chaucers Rittergeschichte

Camarda, Peter F.

Mittelalterliches Forum, vol. 1 (2002)

Abstrakt

Dieses Papier untersucht eine Zweideutigkeit in Chaucers Vision von leidenschaftlicher Liebe in The Knight's Tale. Die Geschichte wird normalerweise als höfische Romanze gesehen: Die Charaktere leiden im Namen einer romantischen, heidnischen Liebe, und die Lösung scheint sich um das Thema Ehe und körperliche Vollendung zu drehen. Dieses Papier argumentiert, dass Boethianische Ideen ein Gegenargument zur höfischen Perspektive darstellen. Für Boethius ist leidenschaftliche Liebe ein falsches Ideal, und Chaucers Behandlung des romantischen Leidens von Arcite und Palamon legt bei genauer Betrachtung ein böhmisches Thema nahe, auf fleischliche Leidenschaft zu verzichten und stattdessen auf „stabilen Glauben“ an den christlichen Gott zu vertrauen.


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