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Mönchtum und Medizin: Geschlechtsspezifische Aktivitäten in Heilpraktiken, 500-1100

Mönchtum und Medizin: Geschlechtsspezifische Aktivitäten in Heilpraktiken, 500-1100

Mönchtum und Medizin: Geschlechtsspezifische Aktivitäten in Heilpraktiken, 500-1100

Von Lori Ann Woods

Magisterarbeit: University of Calgary, 1998

Einleitung: Im späten 13. Jahrhundert bemühte sich die medizinische Fakultät der Universität Paris, die medizinische Praxis in der Stadt und ihren Vororten zu regeln. Die erste bestehende medizinische Gesetzgebung (1271) verbot Chirurgen, Apothekern und Kräuterkennern, die Grenzen ihres jeweiligen Handwerks zu überschreiten. Anstatt seitliche Interessenbereiche abzugrenzen, zielten die Vorschriften darauf ab, das „Büro“ des von der Universität ausgebildeten (Master-) Arztes zu sanktionieren. Das Überschreiten der Grenzen des eigenen Handwerks bedeutete daher ausnahmslos eine Verletzung der vom Arzt angenommenen Ausübungsrechte: Krankenbesuch, Krankheitsdiagnose, Verschreibung und Verabreichung von Medikamenten sowie medizinische Beratung. Folglich war ein Kräuterkenner auf die manuelle Aufgabe des Zusammensetzens von Arzneimitteln beschränkt; Das heißt, er oder sie könnte ohne ärztliche Aufsicht weder eine Heilbehandlung verschreiben noch durchführen. Während diese regulatorischen Maßnahmen den vorherrschenden medizinischen Praktiken zu begegnen schienen, versuchten die Ärzte dennoch, ihre eigenen Interessen durch selektive Strafverfolgung durchzusetzen. Die rechtlichen Schritte richteten sich in der Regel gegen empirische Praktiker, denen der Schutz ihres Unternehmens für Unternehmen und eine formelle Lizenz zum Praktizieren von Medizin fehlten.


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