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Monotheismus zwischen Heiden und Christen in der Spätantike

Monotheismus zwischen Heiden und Christen in der Spätantike

Monotheismus zwischen Heiden und Christen in der Spätantike

Von Stephen Mitchell und Peter Van Nuffelen
Peeters, 2009
ISBN: 978-90-429-2242-6

Das vierte Jahrhundert war ein wichtiges religiöses Schlachtfeld. Der Aufstieg des Christentums und insbesondere seine Dominanz ab Konstantin markierten eine wichtige Veränderung in der Religionsgeschichte des Mittelmeers. Das Christentum sah diese Veränderung als den Sieg seines Monotheismus über den Polytheismus des Heidentums an. In diesem Band wird untersucht, wie Ähnlichkeiten zwischen Heidentum und Christentum in der Polemik, die das Christentum gegen das Heidentum führte, und in den heidnischen Reaktionen darauf verdeckt wurden. Der Band enthält Artikel über Porphyr, Augustinus, Themistius, lateinische Versinschriften sowie über die verschiedenen Arten, wie christliche und heidnische Denker den Monotheismus verstanden. Ein wiederkehrendes Thema in den Zeitungen zeigt, dass ein konkretes religiöses Thema im Zentrum einer solchen Polemik stand: Wen kann man anbeten? Christen würden die Anbetung auf ihren Gott beschränken, während Heiden Kultakte für die vielen traditionellen Gottheiten akzeptierten. Die Debatte über den Monotheismus befasste sich daher nicht nur mit Vorstellungen vom Göttlichen, sondern war Teil der Schaffung und Verteidigung sozialer, kultureller und religiöser Identitäten in der Spätantike. In diesem Band wird untersucht, wie der Begriff des Monotheismus durch die spätantike Polemik geprägt wurde und wie dies immer noch unser Verständnis davon beeinflusst. Er hofft auch, zeitgenössische Debatten über die Gefahren des Monotheismus zu informieren.


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