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Faktormärkte in England vor dem schwarzen Tod

Faktormärkte in England vor dem schwarzen Tod

Faktormärkte in England vor dem schwarzen Tod

Von Bruce Campbell

Papier gegeben bei Aufstieg, Organisation und institutioneller Rahmen der Faktormärkte (2005)

Zusammenfassung: Der Ursprung der modernen englischen Faktormärkte lässt sich auf die zwei Jahrhunderte aktiver Kommerzialisierung zurückführen, die dem schwarzen Tod von 1348/49 vorausgingen. Ein aktiver Arbeitsmarkt scheint sich zuerst entwickelt zu haben und war Ende des 12. Jahrhunderts gut etabliert. Die Entwicklung eines aktiven Marktes für Land folgte den von Heinrich II. In den 1160er und 1170er Jahren eingeleiteten Rechtsreformen, die die bestehende feudale Verbindung zwischen Landbesitz und persönlicher Verpflichtung trennten und rechtlich sichere und vertretbare Eigentumsrechte an Land schufen. Von da an wurden mit zunehmender Häufigkeit zuerst Grundstücke und dann Villein-Grundstücke gekauft und verkauft. Dies wirkte sich galvanisierend auf das Wachstum eines Kapitalmarktes aus, da Land nun zu einer Sicherheit wurde, gegen die Kredite vergeben werden konnten. Da Land in einem inflationären Zeitalter zu einem wertschätzenden Gut wurde, nahmen Männer zunehmend Kredite auf, um Land zu erwerben.

Trotzdem funktionierte keiner dieser aufstrebenden Faktormärkte uneingeschränkt. Die Geldlöhne wurden mehr vom Brauch als von den Marktkräften bestimmt. Die Leibeigenschaft verhinderte die uneingeschränkte und ungehemmte Teilnahme der Hälfte der Bevölkerung am Arbeitsmarkt. Das Land von Villein unterlag dem Willen des Herrn, war von der Gerichtsbarkeit und dem Schutz der königlichen Gerichte ausgeschlossen und unterlag der herrschaftlichen Sitte. Die Rechtssicherheit der Mietdauer blieb der der Eigentumsdauer lange unterlegen. Bis 1283 waren jüdische Geldverleiher in einer stärkeren Rechtsposition, um Schulden durchzusetzen, als ihre christlichen Kollegen, und letztere mussten sich mit den strengen Vorschriften der Kirche gegen die Erhebung von Zinsen durch das kanonische Recht auseinandersetzen. Darüber hinaus waren in England wie in weiten Teilen Nordeuropas die Zinssätze hoch. Diese Einschränkungen stellten sicher, dass der englische Markt für mittelalterliche Faktoren mit einer nicht optimalen Wirtschaftlichkeit betrieben wurde. Sie hinterließen auch ein Erbe von rechtlichen, dauerhaften und institutionellen Komplexitäten, deren Reform in späteren Generationen Jahrhunderte dauern würde.


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