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Grenzlandschaften und die mittelalterliche englische Wirtschaft

Grenzlandschaften und die mittelalterliche englische Wirtschaft

Grenzlandschaften und die mittelalterliche englische Wirtschaft

Von Mark Page

XIV. Internationaler Kongress für Wirtschaftsgeschichte (2006)

Einleitung: Die wirtschaftliche und soziale Bedeutung von Ackerlandschaften im mittelalterlichen England wie Wald, Heide, Moor, Sumpf und Abfall wurde von Historikern seit den 1980er Jahren zunehmend anerkannt. Solche Landschaften werden in wirtschaftlicher Hinsicht nicht mehr als marginal angesehen, obwohl sie möglicherweise weiter von Siedlungszentren entfernt waren als Gebiete mit weit verbreiteter Bewirtschaftung. Diese Randlandschaften wurden im Mittelalter in ganz England gefunden, insbesondere im Hochland des Nordens und Südwestens sowie in Gebieten wie dem Sussex Weald und dem Suffolk Breckland. Sie sind auch im zentralen Gürtel Englands zu finden, der von kernhaltigen Dörfern und großen kornproduzierenden offenen Feldern dominiert wird. Wie können wir das Auftreten dieser oft recht kleinen Flächen nicht landwirtschaftlicher Nutzflächen in Landschaften erklären, die von bebauten Feldern dominiert werden? Waren die Böden und die Topographie für den Getreideanbau ungeeignet? Wurde ihr wirtschaftlicher Wert als Quelle für Holz oder andere Ressourcen von Zeitgenossen anerkannt, die sie vor dem Pflug bewahren wollten? Oder war ihre Erhaltung eine politische und kulturelle Entscheidung, die von den Verantwortlichen bestimmt wurde? Dieses Papier versucht, diese Fragen zu beantworten, indem es sich auf eine Reihe von Waldgemeinden an der Grenze zwischen Buckinghamshire und Northamptonshire konzentriert, die im Wald von Whittlewood liegen. Es wird argumentiert, dass nur durch die Untersuchung der physischen Landschaft dieses Gebiets seine wirtschaftliche und soziale Geschichte im Mittelalter vollständig verstanden werden kann.


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