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Die Kreuzzüge und die christliche Welt des Ostens: Grobe Toleranz

Die Kreuzzüge und die christliche Welt des Ostens: Grobe Toleranz

Die Kreuzzüge und die christliche Welt des Ostens: Grobe Toleranz 

Von Christopher MacEvitt
University of Pennsylvania Press, 2007
ISBN: 978-0-8122-4050-4

Nach dem Fall Jerusalems im Jahr 1099 regierten die Kreuzzugsarmeen westlicher Christen (bekannt als Franken) nicht nur Muslime und Juden, sondern auch lokale Christen, deren Kultur und Traditionen eine Welt für sich waren. In den von Kreuzfahrern besetzten Gebieten Syriens und Palästinas lebten viele verschiedene christliche Gemeinschaften: Griechisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Armenier und andere Sekten mit starken Unterschieden in der Lehre. Wie lebten diese unterschiedlichen Gruppen unter fränkischer Herrschaft zusammen?

ImDie Kreuzzüge und die christliche Welt des OstensChristopher MacEvitt sammelt eine beeindruckende Reihe literarischer, rechtlicher, künstlerischer und archäologischer Beweise, um zu demonstrieren, wie Kreuzfahrerideologie und religiöse Unterschiede zu einer Art des Zusammenlebens geführt haben, die er als „grobe Toleranz“ bezeichnet. Die fränkischen Herrscher der Levante im 12. Jahrhundert und ihre christlichen Untertanen waren durch Sprache, religiöse Praktiken und Überzeugungen getrennt. Westliche Christen zeigten jedoch wenig Interesse an solchen Unterschieden. Franks heiratete mit örtlichen Christen und teilte Schreine und Kirchen, aber sie zögerten nicht, militärische Gewalt gegen christliche Gemeinschaften anzuwenden. Grobe Toleranz war anders als andere mittelalterliche Arten des Umgangs mit religiösen Unterschieden, und MacEvitt beleuchtet die Faktoren, die zu dieser auffälligen Divergenz führten.

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