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Literatur lesen - Die Materia Medica und Tacuinum Sanitatis als frühe Kräuter- und Gesundheitshandbücher

Literatur lesen - Die Materia Medica und Tacuinum Sanitatis als frühe Kräuter- und Gesundheitshandbücher

Literatur lesen - Die Materia Medica und Tacuinum Sanitatis als frühe Kräuter- und Gesundheitshandbücher

Von Kali Barrett

Die Proceedings der 15. jährlichen Geschichte der Medizin Tage, herausgegeben von W. A. ​​Whitelaw (University of Calgary, 2006)

Abstract: Medizinische Texte spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der Praxis und Erbringung von Gesundheitsleistungen. Der Zugang zu Texten, Zeitschriften und Informationsdatenbanken ist heute ein wesentlicher Bestandteil der medizinischen Ausbildung und Praxis. Viele Heimbibliotheken enthalten häufig ein medizinisches Nachschlagewerk, um bei der Behandlung kleinerer Krankheiten zu helfen. Beide Arten dieser medizinischen Texte existieren seit Hunderten von Jahren. Das Materia Medica und das Tacuinum Sanitatis Insbesondere sind interessante Beispiele studienwürdig.

Das Materia MedicaDas von Dioscorides zwischen 50 und 70 n. Chr. erstmals veröffentlichte Buch wurde im gesamten Mittelalter in ganz Europa und in der islamischen Welt weit verbreitet, kopiert und unter Ärzten verbreitet. Der Text - mit beigefügten Diagrammen - listet die medizinischen Eigenschaften von Hunderten von Pflanzen, Tieren und Mineralien auf. Das Tacuinum Sanitatis wurde im elften Jahrhundert von Ibn Butlan el Bagdadi geschrieben und einige Zeit im dreizehnten Jahrhundert in Neapel oder Sizilien ins Lateinische übersetzt. Der Text beschreibt die gesundheitsbezogenen Auswirkungen verschiedener Lebensmittel und Umweltfaktoren. Spätere Ausgaben der Tacuinum Sanitatis wurden illustriert, aber im Gegensatz zu den Materia Medica, diente eher dazu, den edlen Verbraucher solcher Texte zu erfreuen, als den Fachmann zu informieren.

Überlebende Kopien der Materia Medica und das Tacuinum Sanitatis Einblick in die historische medizinische Theorie und Praxis geben. Die in vielen Versionen enthaltenen Abbildungen bieten auch eine Fülle von Informationen zu künstlerischer Praxis, Ernährung, Architektur, Kleidung und Alltag im Mittelalter und in der frühen Renaissance. Obwohl sie für unterschiedliche Zielgruppen und mit unterschiedlichen beabsichtigten Funktionen erstellt wurden, sind sie aufgrund des gemeinsamen Themas beider Texte ein ideales Paar für das Studium.


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